Gewaltbereit, Wolfgang Streeck

Eine Sammlung von Essays, entstanden nach 2022 über die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen, angeordnet in chronologischer Reihenfolge. Besondere Aufmerksamkeit gilt der »Zeitenwende«: dem Wandel Deutschlands vom Nachkriegspazifismus zu einem militanten Westernismus. Das Buch beginnt mit einer Rekonstruktion von Engels’ Theorie über den Zusammenhang zwischen kapitalistischer Entwicklung und militärischer Staatsgewalt und endet mit Notizen zur politischen Ökonomie des Krieges heute.

Wann und wo ein Krieg ausbricht, lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen, so wenig wie sein Ende. Kriege verlängern sich selbst, indem sie sich immer neue Ziele setzen. Glück und Pech auf dem Schlachtfeld beeinflussen nicht nur die Strategien, sondern auch, was mit ihnen erreicht werden soll; dasselbe gilt für den seit dem 19. Jahrhundert rasanten Fortschritt der Waffentechnologie. Nicht nur die Produktions-, sondern auch die Destruktionsmittel prägen moderne Staaten und Staatensysteme.

@lmverlag.shop

+++

»Die Zeitenwende hat eine Vielzahl von Debatten über Krieg und Frieden und Deutschlands Rolle in der Welt ausgelöst. In diesem Buch versammelt Wolfgang Streeck Essays zur Zeitenwende, die zentrale Entwicklungen kritisch beleuchten, zugleich aber auch durch ihre Zuspitzungen Anlass zur Einordnung und Diskussion bieten.«

– Rolf Mützenich

»Wolfgang Streeck seziert die ›Zeitenwende‹ als tiefgreifende Umstellung von Staat, Gesellschaft und öffentlichem Diskurs auf Krieg und Militarismus. In seinen Essays analysiert er scharfsinnig, wie Kriegslogik zur politischen Vernunft erklärt und in der Breite der Gesellschaft als neues Paradigma angenommen wurde. Ein unbequemer, hellsichtiger Band über die Rückkehr des Krieges ins Zentrum der Politik und in die Köpfe der Menschen.

– Claudia Wittig 

»Scharfsinniger und scharfzüngiger analysiert gegenwärtig niemand die fortschreitende Militarisierung der Europäischen Union als Wolfgang Streeck. Dieses Buch ist ein Zeugnis politischen Muts und ein veritabler Lesegenuss.«

– Hans Joas

+++

Wolfgang Streeck ist Soziologe und Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Taking Back Control? States and State Systems after Globalism (2024), Zwischen Globalismus und Demokratie: Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus (2021), How Will Capitalism End? Essays on a Failing System (2016), Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus (2013) und Re-Forming Capitalism: Institutional Change in the German Political Economy (2009).

 

Design: Conie Nijman | Satz: Andrea Salerno | Teilübersetzer: Bernhard Pirkl | Redaktion: Melissa Link und Moritz Schiffmann

Die mobile Version verlassen
%%footer%%